Erzählt uns eure
Skilager-Geschichten

Skilager-Geschichten

Ski- & Schneesportlager sind ein fester Bestandteil unserer Kultur und schaffen unvergessliche Erinnerungen für Kinder und Jugendliche sowie die Lehrpersonen. Wer erinnert sich nicht an das erste Mal ohne Eltern auf den Pisten? Jede:r hat mindestens eine unvergessliche Erfahrung aus einem Skilager.

Um dieses Schweizer Kulturgut “Schneesportlager” zu erhalten und zu fördern, wurde im Mai 2014 der Verein „Schneesportinitiative Schweiz“ gegründet. Der Verein setzt sich für die Förderung von Schneesportaktivitäten an Schulen ein und vermittelt Schulen und Lehrpersonen über die Plattform GoSnow.ch tolle Angebote für Schneesporttage und -lager.

Der Wettbewerb geht auch im 2025 weiter.

Wir freuen uns, auch in diesem Jahr eure oder deine ganz persönliche Skilager-Geschichte zu erhalten! Teilt sie mit uns in Form von Bildern, Texten oder Videos und gewinnt tolle Preise. Deine Geschichte ist ein wichtiger Teil unserer Mission, die Tradition der Schul-Skilager zu bewahren und die Freude am Schneesport weiterzugeben.

Ein leidenschaftlicher Lehrer und Skilagerleiter

Ich könnte etliche Storys zum Besten geben, da ich etliche Skilager geleitet habe. Immer mit der Unterstützung von GoSnow und J+S.
Wir hatten im Winter 2023 extrem warme Verhältnisse und dementsprechend wenig Schnee. Nach einem Morgen auf der Piste entschieden wir, dass wir am Nachmittag besser auf die Eisbahn gehen. Jedoch war das Eis in Disentis bereits geschmolzen. Frech und frei fragte ich an, ob wir nicht mit den Schüler:innen auf die Minigolfanlage dürfen, da sie an etlichen Stellen schon schneefrei war. Des Weiteren fragte ich nach, ob es noch eine Preisreduktion gäben würde, wenn wir im Badedress spielen würden. So kam es, dass im Winter 2023 ein Aargauer Schneesportcamp in Disentis unter schönster Wintersonne ein Minigolfturnier austrug. Ein in jeglicher Hinsicht unvergessliches Erlebnis.

Roman Rohner

Glück im Unglück

Folgende Geschichte wurde einstimmig von der Klasse 9a, OSZ Ittigen, zur Einreichung ausgewählt: 2024 war ich mit meiner Klasse das erste mal im Skilager. Für mich war das das erste mal das ich Ski fuhr. Wir waren vom 29.01-02.02.2024 im Skilager. Am Mittwoch hatte ich leider einen Unfall, dass ich sogar ins Krankenhaus musste. Ich wurde von der Skipiste mit dem Pistenretungsdienst abgeholt und wurde dann mit einem Krankenwagen abgeholt. Auf dem Weg zum Krankenhaus wurde ich sehr viel abgefragt wie es geschah, wie alt ich bin, ob ich Schmerzen etc. Ich hatte echt Angst in diesem Moment, weil ich nicht richtig realisieren konnte, was gerade geschah. Als meine Eltern erfuhren, dass ich auf dem Weg ins Krankenhaus war, wollten sie direkt kommen, weil auch sie Angst um mich hatten. Im Krankenhaus angekommen wurde ein Röntgenbild gemacht. Es war zum Glück alles gut, nichts gerissen! Aber: man entdeckte eine Zyste im Knochen im Bein. Mir wurde gesagt, dass ich zu Hause zum Arzt gehen sollte und mich dort behandeln lassen solle. Ich durfte wieder zurück zum Haus, im Haus wartete meine Lehrerin und meine damalige beste Freundin auf mich. Am nächsten Tag ging ich wieder auf die Piste. Gott sei Dank passierte nichts mehr. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich den Unfall hatte, denn nur dadurch konnte die Zyste entdeckt und später zu Hause durch den Arzt erfolgreich entfernt werden.

Klasse 9a

Schlecht Wetter Programm

Ich freute mich riesig auf das Skifahren mit meinen Kollegen. Wie immer machten wir uns am Morgen parat für den Tag. Das Wetter sah bereits nicht so rosig aus als ich am Zähneputzen war. Wir machten uns aber trotzdem auf den Weg und waren zuversichtlich. Wir fuhren mit der Gondel hinauf und das Wetter wurde nicht rosiger... Wir dachten aber, dass wenn wir mit dem Schlepplift noch weiter hoch fahren, wir über dem Nebelmeer sind.
Als wir oben ankamen, sahen wir nichts. Es war so neblig das unser Leiter gesagt hat, wir könnten leider SCHON WIEDER nicht Ski fahren. Also gingen wir erneut in die Weismis Hütte und tranken erneut eine Ovi und spielten erneut Gemsch. Der Nebel ging aber leider auch nach längerer Zeit nicht weg. Deshalb beschlossen wir nach längerem Spielen und Ovi trinken vorsichtig, in geschlossener Kolone, herunterzufahren und hofften das es am nächsten Tag besser wird
Diese schlecht Wetter Programm bleibt mir bis heute in bester Erinnerung :)

Rico

Drinks mit einem bitteren Nachgeschmack

In der 8. Klasse waren wir wie jedes Jahr im Skilager.
Am Mittwochabend haben wir Drinks mit allen möglichen Zutaten gemischt, die wir in der Küche fanden. Die Drinks sahen nicht besonders appetitlich aus und genauso schmeckten sie auch. Nichtsdestotrotz haben wir angestossen und die Drinks getrunken …

Am Abend war noch alles gut. Als wir am nächsten Tag wieder auf die Piste gingen, dauerte es nicht lange, bis den ersten von uns schlecht wurde. Schon nach zwei Pistenfahrten waren wir nicht mehr alle auf Ski oder Snowboard unterwegs. Wir gingen zuerst etwas trinken, und eine grosse Mehrheit ging zurück ins Lagerhaus. Der Ski- und Snowboardspass war für uns nun leider vorbei.

Zum Glück hatten wir am Abend aber wieder genügend Energie für die „Party“, die es immer am Donnerstagabend im Skilager gab.
Ob es wirklich an den Drinks lag, weiss ich bis heute nicht aber ich glaube, das Foto spricht für sich …

Alina

Job als Überraschungsei

Wir verbrachten das Skilager in Saas-Almagell. Auf dem Sessellift machten wir uns als pubertierende Halbstarke einen Spass daraus die talwärtsfahrenden Sesselliftbenutzer mit (wie wir fanden sehr lustigen) Sprüchen zu beglücken. Wir hatten eine riesen Gaudi bis jemand aus der Gruppe einen entgegenkommenden glatzköpfigen Herrn fragte "jobben Sie nebenbei auch als Überraschungsei"? Und genau in diesem Moment blieb der Sessellift stehen und der Witzbold aus unserer Gruppe lief so rot an, dass man ihn als Pistenbeschilderung für eine rote Piste hätte nutzen können. Natürlich blieb eine kurze Tirade von "Herr-Überraschungsei" nicht aus. Tja, Dumm gelaufen.

Chrigu

Karaoke Gondel

Wir waren letztes Jahr mit GoSnow in Grindelwald in der Eiger Lodge mit unserer 1. Oberstufe im Skilager. Das Skilager hat uns super gefallen und vor allem die Karaoke Gondel von Ricola wurde zum riesen Highlight. Die Schüler und Schülerinnen fuhren nur noch die Piste zwischen Männlichen und Grindelwald, um die Karaoke Gondel zu erwischen. Dies war gar nicht mal so einfach, dass man zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, um in die Gondel einzusteigen. Tatsächlich schaffte ich mit meiner Skigruppe nach unzähligen Versuchen in die Karaoke Gondel. Dieses Erlebnis wurde natürlich so richtig ausgekostet und die Schüler und Schülerinnen sangen bis sich die Wände bogen. Die 10-minütige Fahrt von Grindelwald auf den Männlichen reichte uns nicht aus und wir blieben gerade in der Gondel bis wieder nach Grindelwald. Nach der 20-minütigen Fahrzeit öffnete sich in Grindelwald die Tür und wer wollte in die Gondel einsteigen? Richtig, eine andere Skigruppe von unserem Skilager. Was für eine Zufall, dass sie es auch vom Timing her gerade in die Gondel geschafft hätten. Wir stiegen aus, sie stiegen ein und wir nahmen die nächste Gondel hinauf zum Männlichen. Nun konnten wir aus der hinteren Gondel zuschauen, wie die andere Gruppe 10 Minuten lang Karaoke sang. Und so kamen beide Gruppen zum Karaokespass. Leider hatten die anderen 4 Skigruppen kein gutes Timing und haben die Karaoke Gondel immer verpasst.

Martin Hürlimann

Kein Zmittag dank Skiverlust

Wir waren in der sechsten Klasse im Skilager in der Lenk. Unser Leiter war relativ jung, und unsere Gruppe ging oft Tiefschnee fahren. Eines Morgens, auf dem Weg zum gemeinsamen Zmittag mit den anderen Gruppen, sprang unser Leiter über eine kleine Schanze im Tiefschnee, fiel um, und seine Ski hat es weggespickt. Den einen fand er wieder, der andere war verschwunden.




Wir suchten alle nach dem Ski , mit den Ski an, da wir sie im Tiefschnee nicht abziehen konnten. Nach etwa einer Stunde haben wir ihn endlich gefunden. Naja, ob es wirklich eine Stunde war, ist unsicher, aber es hat sich wie eine Ewigkeit angefühlt. Da der Leiter sehr stark umgefallen war, war es auch schwierig zu sagen, wo es genau passiert war.




Als wir dann zum Zmittagort kamen, waren wir zu spät, und es gab kein Zmittag mehr.




Dieser Vorfall hat uns jedoch nicht davon abgehalten, am Nachmittag direkt wieder in den Tiefschnee zu gehen.;)

Olivia

Skilager Elsigen

Das Skilager 2014 war ein besonderes Erlebnis. Mit der ganzen Klasse verbrachten wir eine tolle Woche im Schnee.
Leider verletzte sich unsere Lehrerin mitten in der Woche am Knie und musste nach Hause fahren. Wir waren traurig, dass sie nicht bis zum Ende bleiben konnte, aber wir hielten zusammen und machten das Beste aus der Situation.
Trotz allem hatten wir eine schöne Zeit und werden das Skilager 2015 nie vergessen.

Tanja

Prügelei mit den Tschäggättä

Fürs Skilager gingen wir als Klasse ins Wallis.
Unsere achte Klasse ging damals mit 5 Erwachsenen in das Lötschental, genauer zum Skigebiet Lauchernalp.
Im Vorhinein wurden wir schon von unserer Lehrperson gewarnt, dass die Tschäggättä unterwegs seien. Einzelne aus unserer Klasse bekamen eine solch grosse Angst, dass über einen Abbruch gesprochen wurde. Wir Jungs haben uns dann zusammengesetzt und beschlossen, egal was passiert wir gewähren, dass jede Person dieses Lager geniessen kann. Während den ersten 4 Tagen fehlte aber von den Tschäggättä jegliche Spur. Viele waren erleichtert, aber einzelne waren ein wenig enttäuscht nach Hause zu gehen, ohne diese Gestalten zu sehen. Am Abreisetag 5 waren wir alle bereit zum gehen, die Sachen gepackt, die Ski geschultert, nur der Bus glänzte mit Abwesenheit. Die Lehrpersonen versuchten, die BLS zu erreichen und waren deshalb noch im Haus. Zwei Erwachsene waren bei uns. Dann tatsächlich! Die nahezu legendären Fabelgestalten kamen uns zahlreich entgegen. Die gemischten Gefühle aus Ehrfurcht und Vorfreude machten sich in der ganzen Klasse breit. Obschon die Vorfreude zwar bei uns Jungs gross war, wussten wir, was zu tun ist. Mehrere inklusive mir haben sich schnellstmöglich schützend vor die Ängstlichen gestellt. Dann? Eine Stille. Eine Stille, die nur lauter und lauter wurde. Die Jungs standen vor den Tschäggättä. Die Sonne, sie spiegelte sich im frischen Pulverschnee vom gestrigen Abend. Der Geruch von frischem Wind in der Nase. Eine Stille. Das angespannte Anstarren beider Seiten. Die Grenzen, welche sich immer ein wenig verschiebte. Das Geräusch von nervösem Skischuhumherlaufen. Eine Stille. Nach was sich nur als Ewigkeit beschreiben lässt, dann der erste Schlag. Eine Handvoll Schnee, weich aber dennoch schmerzhaft bei Kontakt, glitt über das Gesicht eines Mitschülers. Unter schock starrten wir ihn an, als wäre in diesen Moment zu unserem General ernannt worden. Fast schon majestätisch hob er den Schnee vom Boden auf, lächelte uns an und schleuderte es mit voller Wucht zurück. Ein grösseres Zeichen zum Angriff gibt es sonst nur in den Filmen. Wie eine Horde wütender Hyänen stürzten wir uns auf die Tschäggättä. Jeder mit dem Bewusstsein, dass es Blessuren geben könnte. Ein Junge wurde gewaschen, ein anderer erhielt ein kaltes Erwachen, als der neue Pulverschnee in die Skihose gestopft wurde. Auch die Tschäggättä mussten herbe Verluste einstecken. Der Nacken und die Schuhe waren besonders gute Orte, um schnell einen grossen Schaden anzurichten. Kurz bevor zum letzten Ansturm angesetzt wurde, kamen die Lehrpersonen und haben es unterbunden. Dieser Kampf, der für die Beteiligten wie eine Jahrzehntelange Schlacht schien, war in Wirklichkeit nur 3 Minuten. Nachdem der Streit unter Jugendlichen aufgehoben war, verbrüderte man sich und die Geschichte ging ohne klaren Sieger aus. Bis zum heutigen Tag frage ich mich aber, was wäre, wenn keine Lehrperson dazwischen gegangen wäre? Ich schätze, dass wissen nur wir und die Tschäggättä.

Gilles Antenen

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